Familiennachmittag

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Familiennachmittag mit Anne Teuber

Völlig ermutigt von mehreren Willow Creek Leitungskongressen wollte ich helfen „Gemeinde zu bauen“ in unserer bescheidenen dörflichen Kirchgemeinde. Wie viele andere kleine Gemeinden im Osten Deutschlands, sind auch wir von der Abwanderung der Jugend betroffen und die, die ehemals die Junge Gemeinde waren und eigentlich (wortwörtlich) für Nachwuchs in der Gemeinde zu sorgen haben, wohnen nicht mehr hier und besuchen mittlerweile andere Gemeinden. So hat sich die Gemeindestruktur nach und nach ausgedünnt.

Zu unserem Pfarrer pflege ich ein freundschaftliches Verhältnis und als wir eines schönen Tages zusammensaßen und uns die Entwicklung zu Gemüte führten, hörte ich mich plötzlich sagen: „Wir könnten einen Familiennachmittag ins Leben rufen. Bei Kaffee und Kuchen gebe ich Impulse, wie man mit Jesus durch den (Familien-)Alltag gehen kann. Einmal im Monat.“

Das musste ich selbst erst einmal verdauen, was da so spontan aus meinem Herzen geboren worden war. Und wie das so ist, erntet man für neue Ideen nicht immer nur Applaus. Trotz allem hielt ich an meinem Vorschlag fest und bekam von meiner Familie tatkräftigen Rückhalt bei den Rahmenbedingungen des Familiennachmittags. So konnte ich mich voll und ganz auf die Themen konzentrieren.

Dann war er da. Der erste Tag des Familiennachmittags. Niemand rechnete damit, dass tatsächlich jemand kommen würde. Und dann öffnete sich die Tür und hereinkamen und ganz wundervolle Menschen, die überhaupt nichts mit unserer Gemeinde am Hut hatten. Wir stellten uns vor, die Kinder spielten und ich hielt meinen ersten Vortrag/Predigt. Alle schauen auf die PowerPoint-Präsentation und harrten auf die Dinge, die da kommen würden.

Was soll ich sagen, fast 3 Jahre später sitzen wir immer noch hier und reden über Gott und das Leben. Wir konnten unseren Kreis um weitere neue liebe Menschen erweitern und es herrscht ein Vertrauensverhältnis. Im Leben läuft nicht alles glatt. Manchmal fragt man sich, wo Gott in diesen oder jenen Situationen war. In unseren Herzen wissen wir natürlich, dass er immer da ist. Bei Problemen helfen wir uns gegenseitig und sind füreinander da. So würde aus einem Familiennachmittag eine kleine Mini-Gemeinde aus vielen Leibern, die als großes Ganzes zum Leib Christi gehören.

Was ich damit sagen will: Geh einfach los, wenn du einen Auftrag von Gott erhältst. Er schenkt die Kraft auf dem Weg. Losgehen musst du aber selbst. Ich ermutige dich, genau hinzuhören was Gott dir sagt.

Anne

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