Sommerfest 2012

Diesen Spruch nahm ich heute in Gedanken mit nach Hause. Heute, der 1. Juli 2012 – nach dem Gottesdienst, welcher zum alljährlichen Sommerfest in Caselwitz gefeiert wurde.

Schon lange freute ich mich wieder auf diesen Sonntag und wie jedes Jahr machte ich mich wieder auf den Weg, gemeinsam mit meiner Schwiegermutter, die sofort begeistert war, als ich sie fragte, ob sie mit mir gemeinsam zum Gottesdienst und zum Sommerfest gehen möchte.

Das Motto „Wasser ist Leben“ unter welchem das diesjährige Sommerfest stand, machte mich anfangs nachdenklich. Worüber wird im Gottesdienst wohl gesprochen werden, was wird jeder für sich persönlich aus dieser Predigt wohl lernen? Gleichwohl macht dieser Satz neugierig.

Die Erde, aus dem Weltall betrachtet, sieht aus wie eine große Kristallkugel und schimmert blau. Blau – das bedeutet Wasser.

Wie nun zu Beginn der Predigt die Bedeutung des Wassers durch Pfarrer Krause erklärt wurde, wie er sie spielerisch, experimentell und mit Bildern für jeden deutlich machte, war abwechslungsreich und beeindruckend zugleich. Ohne Wasser ist keinerlei Leben auf dieser Erde möglich – kein Lebewesen, keine Pflanze kann ohne Wasser existieren.

Ohne Essen können wir relativ lange durchhalten, ohne Wasser gerade einmal zwei Tage. Wenn man sich das überlegt – zwei Tage! Spätestens jetzt werden wir uns über die Bedeutung dieses Elementes klar – auch unsere Schulkenntnisse wurden wieder aufgefrischt – der Mensch besteht zu 70 % aus Wasser.

Es war eine sehr schöne Predigt, mit fröhlicher Musik, die Kinder wurden mit einbezogen und stellten mit Experimenten und Spielen den Sinn und die Wichtigkeit des Wassers dar.

Besonders zu Herzen ging mir die Auffrischung der Taufe – jedes Kind bekam von Pfarrer Krause mit Taufwasser ein Kreuz auf die Hand gezeichnet und wurde mit einem Taufspruch gesegnet. Eigentlich schade, dass ich kein Kind mehr bin, ich hätte mich auch mit anstellen dürfen ..........

Eine Sache lässt mich einfach nicht wieder los: Das Gespräch zwischen Jesus und der Samariterin am Jakobsbrunnen. Das hat mich so fasziniert, diese Worte gehen so tief, dass ich diese kurz noch einmal wiederholen möchte.

Jesus trifft die Frau am Brunnen und fragt sie, ob sie ihm Wasser geben würde. Darauf schaut sie ihn an und sagt zu ihm, womit er denn Wasser schöpfen wolle – er habe doch nicht einmal ein Gefäß, worin er dieses auffangen könne.
Das besondere an diesem Dialog ist, dass die beiden eigentlich ihre Rollen tauschen. Denn Jesus erklärt der Samariterin, wenn sie wüsste, wer er sei, würde sie ihn um Wasser bitten und nicht umgekehrt.
Denn das Wasser aus dem Brunnen könne den Durst nur kurzzeitig stillen, das Wasser, das er sei, lösche den Durst jedoch für immer.
Daraufhin bittet die Frau Jesus um das Wasser, von dem er sprach, denn sie erkennt in ihm den Propheten.

Es geht hierbei nicht nur um das Trinken im eigentlichen Sinne – der ewige Durst nach Liebe und Geborgenheit, der diese Frau ins Abseits stellte, wurde mit diesem Gespräch gestillt.

Diese Szene habe ich dann auch wieder gefunden in Schmidt`s Scheune, wo Frau Kellner eine so faszinierende Ausstellung geschaffen hatte, dass ich für einen Moment traurig war, keinen Fotoapparat dabei zu haben.
Die Wichtigkeit und Einzigartigkeit des Wassers wurden in Worten und Bildern beeindruckend und liebevoll dargestellt.
Nicht nur den Jakobsbrunnen habe ich dort gesehen, auch die Fußwaschung und eine Taufe wurden so wunderbar lebendig dargestellt. Die vielen großen und kleinen Wassertropfen fand ich besonders hübsch.
Ob es nun die kleine Ente ist, die auf dem Wasser schwimmt, ein Tautropfen, welcher bunt schimmernd an einem Grashalm hängt oder wenn wir ganz einfach darüber nachdenken, dass wir mit Wasser unseren Durst stillen, dass wir uns waschen, dass wir im Wasser baden und schwimmen, aber auch Energie aus Wasser gewinnen können – die Wichtigkeit und Unendlichkeit des Wassers wird uns bewusst, wenn wir einmal richtig darüber nachdenken.

Dies ist am heutigen Tag geschehen, denn ehrlich gesagt, wer macht sich eigentlich tiefgründige Gedanken über das lebenswichtige Wasser? Es ist ja einfach da – aber ist es wirklich so einfach nur da? Wir brauchen es wie die Luft zum Atmen und sollten jeden Tag dankbar sein, dass wir genügend Wasser für unser Leben haben.
Ein ganz großes Lob und Dankeschön an alle, die sich wieder so viel Mühe mit dem Gestalten des Sommerfestes gegeben haben – trotz des Regens, mit dem wir uns diesmal arrangieren mussten – es war absolut gelungen. Der Kuchen, der Kaffee und die Roster mit den Salaten schmeckten bei Regen genau so gut, wie bei Sonnenschein und mit den Gewinnen beim Losen hat es auch geklappt.
Wir sind alle etwas nass geworden – aber, wie war das doch gleich: Wasser ist Leben!
Ute Neidhardt

Sprechzeiten im Pfarramt

Büro (Verwaltung und Friedhof): Frau Müller
Montag und Dienstag 10:00 Uhr-11:30 Uhr, sowie Donnerstag 15:00 Uhr - 17:00 Uhr

Pfarrer Krause:
Donnerstag: 9.00 Uhr-11.00 Uhr
sowie jederzeit nach Vereinbarung!

Tel.: (03661) 6646
Fax: (03661) 45 52 50